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Inside Leadership: Wolfgang Liertz – Chief Product Owner

Verfasst von Stella Meyer

DSC02485 Bearbeitet

Wolfgang hat Maschinenbau an der TU München studiert – im Bereich Maschinenbau gearbeitet hat er nach seinem Abschluss tatsächlich nie. Stattdessen zog es ihn direkt in Richtung Softwareentwicklung. Heute übersetzt er Welten: Technik, Software, Kundennutzen. Er sammelte bereits in Asien Führungserfahrung und arbeitet auch heute mit einem internationalen Team zusammen. Ein Gespräch über Führung, Motivation und echte Weiterentwicklung. 

Du bist seit Anfang 2024 in Deiner Rolle, welcher Weg hat Dich zu Hilti geführt?  

 „Nach meinem Studium bin ich bei einem großen Werkzeugmaschinen-Unternehmen als Softwareentwickler eingestiegen. Für mich war das perfekt: hier konnte ich zwischen der Welt des Maschinenbaus und dem Software-Bereich vermitteln und beide Welten miteinander verbinden.  

Meine erste „Speerspitzen“-Position übernahm ich als Product Owner. Anschließend führte mich mein Weg aus der Entwicklung heraus und nach Singapur. Näher an den Markt und in den direkten Kundenkontakt.  
Nach meiner Rückkehr nach Deutschland wurde ich von der Hilti Entwicklungsgesellschaft angesprochen. Die Authentizität im Bewerbungsgespräch und im ganzen Prozess hat mich direkt überzeugt.“.  

Was hast Du über Führung bei Hilti gelernt, das Dich überrascht hat?  

„Mich hat überrascht, wie konsequent bei Hilti in langfristigen Entwicklungsperspektiven gedacht wird. Schon im Bewerbungsprozess hat meine zukünftige Führungskraft mit mir über mögliche Karrierewege gesprochen – nicht mit Blick auf die nächsten drei Monate, sondern mit Blick auf eine übergeordnete Planung: Wo möchte ich hin und was brauche ich heute dafür?  

Genauso wichtig: realistisches Erwartungsmanagement. Die nächste Rolle ist kein Tabuthema, sondern Teil eines transparenten Dialogs, den Führungskräfte aktiv unterstützen. Gleichzeitig gilt: Wer in seiner aktuellen Position glücklich ist, wird nicht „herausentwickelt“. Wir brauchen auch die Expert:innen, die bewusst in einer Fachlaufbahn weiter Wirkung entfalten.“ 

Wie motivierst Du Menschen – gerade in anspruchsvollen Zeiten?  

„Motivation entsteht für mich vor allem von innen heraus. Meine Rolle besteht darin, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen: die richtigen Stärken mit den richtigen Aufgaben und Zielen zu verbinden, das richtige Maß an Verantwortung zu finden und Sicherheit im Arbeitsalltag zu geben. Wenn jemand seine Rolle versteht, sich darin wohlfühlt und sein Potenzial einbringen kann, entsteht Motivation oft wie von selbst. Ich will befähigen – nicht antreiben.“ 

Wie erlebst Du die Zusammenarbeit bei Hilti?  

„Sehr übergreifend und kollaborativ. Viele Bereiche arbeiten zusammen, unterschiedliche Perspektiven werden konstruktiv hinterfragt – immer mit dem Anspruch, die beste Lösung zu finden. Das erfordert klare Verantwortungsbereiche und gute Abstimmung, führ aber zu spürbar besseren Ergebnissen. Für mich ist die gelebte, moderne Führung. “

Wie gehst Du mit Momenten um, in denen nicht alles glattläuft? 

„Aus meiner Marktzeit kenne ich sehr herausfordernde Kundentermine. Vor wichtigen Gesprächen habe ich mir bewusst fünf bis zehn Minuten Auszeit genommen: kurz raus an die frische Luft, tief durchatmen, den Kopf sortieren. Das schärft den Fokus und verhindert, dass man sich von Emotionen leiten lässt. So entsteht eine andere Gesprächsqualität: ruhiger, klarer, lösungsorientierter. Das hilft mir auch heute noch in anspruchsvollen Situationen.“ 

Was hat Dich zuletzt beruflich richtig stolz gemacht? 

„Als ich Anfang 2024 bei Hilti gestartet bin, gab es die Erwartung, schnell eine klare Richtung vorzugeben. Ich habe mich jedoch bewusst dafür entschieden, zunächst zuzuhören, zu beobachten und zu analysieren – und meinem Team zu vertrauen. Die Vision war da und wir haben sie Schritt für Schritt umgesetzt.  

Heute sehe ich ein interkulturelles Team, das selbstständig miteinander arbeitet, offen kommuniziert und in dem jede:r die eigene Rolle souverän ausfüllt.  

Meine Aufgabe ist es, Haltung zu wahren, Orientierung zu geben und Mitarbeitende dort zu befähigen, wo sie Unterstützung benötigen und nicht ins Micromanagement abzurutschen. Gerade in herausfordernden Zeiten versuche ich, Druck vom Team fernzuhalten und die intrinsische Motivation zu stärken. Das Ergebnis sind selbstorganisierte Teams, die wirklich Ownership übernehmen. Auf diese Teamdynamik bin ich stolz.“ 

Was lernst Du gerade noch, was Du (noch) nicht perfekt beherrschst? 

„Führen bei Hilti bedeutet, kollaborative Entscheidungsprozesse souverän zu gestalten: zu wissen, wo meine Verantwortungsgrenzen liegen – und wo bewusst gemeinsam entschieden wird. Das ist am Anfang herausfordernd, aber es lohnt sich.  

Ich lerne außerdem, in meiner Rolle noch stärker argumentativ zu arbeiten, Stakeholder zu gewinnen und komplexe Themen klar auf den Kundennutzen zu übersetzen. Kurz gesagt: Zusammenarbeit so zu gestalten, dass die beste Idee gewinnt – nicht die lauteste.“ 

Mehr davon? 

Lass Dich von weiteren persönlichen Geschichten inspirieren: Unser Blog | Life at Hilti | Hilti Careers | Hilti Careers

Biografie

Stella Meyer

Als Employer Branding Managerin ist Stella seit zwei Jahren im Regionalbüro in Stuttgart tätig. Ihre Leidenschaft gilt echten Insights, lebendigen Events und dem Hochschulmarketing – immer auf der Suche nach den talentierten und motivierten Menschen. Sie glaubt an die Kraft persönlicher Geschichten und ihr ist es besonders wichtig, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Vielfalt als Stärke erlebbar zu gestalten.

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